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  Impressionen aus Afrika als Blickfang  
 
Author: Gabi Lendle
Publication: H├╝fingen
Publication Date: 8 February 2015

Das H├╝finger Stadtmuseum erhieit rund 150 gro├čformatige Bilder des in S├╝dafrika lebenden Fotografen und Grafikers G├╝nther Komnick als Schenkung, (von links): Karl Bromberger, Traudl Bromberger, Ehrenvorsitzende des F├Ârdervereins Stadtmuseum, Eva von Lintig, Hubert Bromberger, Vorsitzender Joachim Seidel und Burgermeister Anton Knapp.

Die Bilder, die bishner bei den befreundeten Familien Karl und Hubert Bromberger aufbewahrt wurden, vermachte er bei seinem letztj├Ąhrigen Besuch in H├╝fingen dem Museum.

G├╝nther Komnick versteht es, seine Empfindungen, Eindr├╝cke und Gef├╝hle in seinen Fotografien auszudr├╝cken, die er teilweise nicht nur digital bear beitet, sondern auch malarisch, um besondere Stimmungen hervorzuheben. Dennoch sind seine Bilder stets ehrlichbund direkt, einf├╝hlsam und warmherzig. Der vielfach ausgezeichnete Fotograf, Grafik-Designer und Kinderbuch-Illustrator mit Wohnsitz in Kapstadt hat eine Serie von sechs Foto-Bildb├Ąnden im Gro├čformat herausgebracht. Die unterschiedlichen Eindr├╝cke fremder L├Ąnder sind nicht nur Zeugnisse uralter Kulturen, sondern zeigen auch immer menschliche Wahrheiten. Bei seinem Besuch 2015 fotografierte er auch den Schwarzwald. Denn das Herz des K├╝nstlers schl├Ągt nicht nur f├╝f Afrika, sondern auch f├╝r H├╝fingen.

G├╝nther Komnick wurde 1929 in Insterburg im heutigen Russland als Sohn einer gebildeten ostpreuSischen Familie geboren. Schon als junger Bursche musste er die Schrecken und Grauen eines russischen Arbeitslagers kennen lernen und lernte zu ├╝berleben. Mit 18 Jahren gelang ihm und seiner Familie die Flucht in den Westen und er kam nach H├╝fingen, wo er seine ersten Wurzeln schlug.

In der ┬źLithographischen Kunstanstalt Bromberger┬ź wurde er nicht nur zum Lithografen und Grafiker ausgebildet, sondern wurde als Fl├╝chtling bei den Brombergers wie ein eigener Sohn aufgenommen. In H├╝fingen war er in der Stadtmusik und im TuS aktiv und verlor seinen Freundin nie, wie zu den Familien Bromberger und zu Eva von Lintig. ├ťber Stationen in der Schweiz f├╝hrte ihn sein bewegtes Leben 1956 nach S├╝dafrika, wo er bis heute lebt, aber den Kontakt zu H├╝fungen nie abrei├čen lie├č.

Das Stadtmuseum widmete ihm 2012 eine Ausstellung seiner Impressionen. Nach seinem Besuch im Herbst 2015, bei dem er sich bei den H├╝finger Bekannten wie zu Hause f├╝hlte, vermachte er dem Museum seine Bilder aus Afrika.