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  Kapstadt wird zur gef├╝hlten Heimat  
 
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Publication: Donaueschingen - H├╝fingen
Publication Date: 3 February 2012

Im Stadtmuseum erwartet die Besucher ab heute eine F├╝lle an s├╝dafrikanischem Impressionen. Der einst in H├╝fingen und seit Jahrzehnten in S├╝dafrika lebende Grafiker G├╝nther Komnick stellt 70 seiner fotografischen Arbeiten aus.

Vor einer Woche trafen sie per Spedition in gro├čen Holzkisten sicher verpackt in der Bregstadt ein. Kuratorin Ariane Budasz und ihr Mann Mateusz machten sich umgehend an die Arbeit.

Ariane Budasz beabsichtigt in den Glasvitrinen im Obergescho├č die schweren und mehrfach verschraubten Transportkisten auszustellen.

Ein Beleg f├╝r die mehrere Tausend Kilometer lange Reise nach H├╝fingen, die sie vor Wochen antraten. Indies sind sie auch ein Symbol f├╝r die Route in den afrikanischen Kontinent.

Aus einer F├╝lle an ├╝berdimensionalen Fotografien w├Ąhlten die Kuratoren die Ausstellungsobjekte aus und f├╝hlten sich dabei f├╝r Studen dem afrikanischen Lebensgef├╝hl nahe. ┬źDie Ausdruckst├Ąrke ist einzigartig┬ź, erz├Ąhlt Mateusz Budasz. ┬źEs ist, als ob die Bilder laufen lernten und den Betrachter, der sich auf sie einl├Ąsst in die Handlung einbinden┬ź.

Die Auftaktausstellung im Jahreskreis des Stadtmuseums spannt den Bogen von Historie der Gem├Ąuer des Museums hin zu fernen Kulturen. Die Ausstellun soll ein Bindeglied zwischen den beiden Erdhalbkugeln im Jahr der Heimattage sein: Heimat hier, heimat dort.

┬źG├╝nther Komnick ist zweifelsohne ein 'Sohn H├╝fingens┬ź, sagt Eva von Lintig, Vorsitzende des Museumsvereines. Geboren 1929 in Insterburg, im heutigen Russland, gelang Komnick nach drei Jahren im sowjetischen Arbeitslager mit seiner Familie die Flucht in den Westen. In H├╝fingen schlug er erste Wurzeln, wurde in der ┬źLithographischen Kunstanstalt Bromberger┬ź zum Familie Bromberger wie ein Sohn aufgenommen.

Begleitet wird die Fotoschau von Sonderf├╝hrungen, unter anderem anl├Ąsslich der Leuchtturmveranstaltung ┬źGeschichte┬ź am 11. M├Ąrz sowie zum Museumsfest anl├Ąsslich des 20-j├Ąhrigen Bestehens am 25. M├Ąrz.